Gesunde Hörzeit
Barfuß im Juni
Deine Füße tragen Dich durch den gesamten Arbeitsalltag und Deine Freizeit. Höchste Zeit also, Deinen Füßen bewusst etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Höre rein und erfahre, wie das gehen kann!
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BARFUSS IM JUNI
Gesund hoch 12 – Dein Podcast fürs ganze Jahr
Hallo, ich bin Marion. Deine Füße, sie bringen Dich zu Deinem Arbeitsplatz, im Urlaub tragen sie Dich über weichen Sandstrand oder Du schnürst sie in feste Wanderschuhe und nach Feierabend greifst Du schnell zu „den alten Schuhen”, weil Du nur noch eben für den nächsten Arbeitstag was im Supermarkt kaufen willst. Aber mal ganz ehrlich: Wie oft denkst Du bewusst darüber nach, welche Arbeit Deine Füße tagein tagaus übernehmen? Und dass unsere Füße dabei auf nur wenig Fläche das Gewicht unseres ganzen Körpers und uns aufrecht – bestenfalls durch unser ganzes Leben – tragen? Obwohl sie Erstaunliches leisten, schenken wir unseren Füßen im Alltag meist nicht die Aufmerksamkeit, die sie eigentlich verdienen. Denn die Füße sind als Basis für unseren gesamten Körper enorm wichtig. Jetzt im Juni, wo es wärmer wird, können wir unseren Füßen dabei leicht etwas Gutes tun. Wie genau das geht, das schauen wir uns in der heutigen Folge einmal gemeinsam an. Los geht’s!
Der Aufbau des Fußes als Fundament unseres Körpers ist komplex und faszinierend. Wusstest Du, dass Dein Fuß aus 26 Knochen, 60 Muskeln, 30 Gelenken und mehr als 100 Bändern und Sehnen besteht? Eine Vielzahl von Nervenzellen endet hier und diese informieren uns wiederum, ob wir beispielsweise gerade ein Steinchen im Schuh haben oder entspannt über warmes Gras laufen. Wusstest Du auch, dass der Fuß sogar mehr Sinneszellen hat als das Gesicht? Dabei machen wir im Jahr durchschnittlich mehr als eine Million Schritte. Unglaublich, oder? Die Anforderungen an unsere Füße sind dabei enorm. Sie sorgen dafür, dass wir in Balance bleiben. Und dafür braucht es eine möglichst große Unterstützungsfläche. Der Fuß steht aber nicht einfach in seiner gesamten Länge platt auf dem Boden, sondern ist aufgebaut wie eine Brücke – also mit einer Wölbung in der Mitte. Beim Gehen und Laufen rollt der Fuß mithilfe seiner Gelenke über dem Boden ab.
Du merkst: Ohne unsere Füße würde unser gesamter Alltag – von der Arbeit bis zur Freizeitgestaltung komplett anders aussehen. Und frag Dich mal: Wann schenkst Du Deinen Füßen wirklich Deine Aufmerksamkeit? Über unsere Füße machen wir uns nämlich meist erst Gedanken, wenn sie schmerzen und uns eben nicht mehr problemlos tragen. Vielleicht fällt Dir jetzt Deine letzte lange Wanderung ein oder ein Abend in unbequemen Schuhen, die zu Blasen geführt haben? Also eher Einschränkungen, bei denen Du genau weißt, woher sie kommen und, dass die auch nicht ewig bleiben. Dann gibt es aber noch die Fehlstellungen und andere Erkrankungen des Fußes. Die meisten Fehlstellungen oder Erkrankungen des Fußes haben wir nicht von Geburt an, sondern erwerben sie im Laufe unseres Lebens. Die Ursachen, die können ziemlich vielfältig sein: Etwa falsches Schuhwerk, Übergewicht, Diabetes oder auch falsche Belastung. Auch durch langes Sitzen am Schreibtisch werden die Füße zu wenig gefordert und trainiert und bauen Muskeln ab. Wenn wir unseren Füßen zu wenig Beachtung schenken, kann es im Laufe der Zeit zu Problemen im ganzen Körper kommen. Denn Fehlstellungen der Füße verändern die Statik des gesamten Körpers. Gleichzeitig, und das ist die gute Nachricht, können wir unsere Füße aktiv vor Problemen schützen und sie durch gezielte Maßnahmen gesund erhalten. Aber wie fängt man da an? Das schauen wir uns jetzt gemeinsam an!
Barfußlaufen ist das Training für gesunde Füße, da es die Füße stärkt und in ihrer natürlichen
Beweglichkeit fördert. Jetzt in der warmen Jahreszeit lässt sich das auch gut umsetzen – egal, ob direkt im Homeoffice oder im Feierabend. Probiere das einfach mal aus. Denn vielleicht kennst Du das selbst: Die steigenden Temperaturen laden ja geradezu dazu ein, die Füße aus den Schuhen zu befreien und endlich barfuß durch die Wohnung oder den Garten zu laufen. Dabei können die Füße optimal in ihrer natürlichen Weise abrollen. Das ist eben ganz anders als mit Schuhen. Tragen wir Schuhe, so kommen wir zuerst mit der Ferse auf, was die Gelenke und die Wirbelsäule viel stärker belastet. Beim Barfußlaufen kommen wir hingegen zuerst mit dem Vorfuß auf. Der Aufprall des Schrittes wird dabei besser abgeschwächt. Auch die Schrittlänge wird kürzer und die Schrittfrequenz höher. Gleichzeitig werden das Fußgelenk, die Muskeln und Sehnen gestärkt. Nicht zuletzt profitieren auch die Körperhaltung und der Rücken davon. Und da wir in den Fußsohlen besonders viele Sinneszellen haben, ist das Barfußlaufen auch sensorisch ein intensives Erlebnis und das fühlt sich einfach gut an. Gerade für Personen, die im Alltag viel sitzen – vielleicht gehörst Du ja auch dazu – ergibt sich daraus ein optimales Training für die Füße. Mit dem Barfußlaufen kannst Du nämlich Deine Haltung fördern, die Muskulatur stärken und damit Deinem gesamten Körper etwas Gutes zu tun. Und mittlerweile gibt es sogar bundesweit viele Barfußpfade, die sich vor allem jetzt im Juni optimal nutzen lassen. Du musst das Barfußlaufen aber nicht nur als Vorhaben auf das Wochenende legen und als Ziel einen Barfußpfad ins Navi eingeben.
Barfußlaufen kannst Du auch zuhause oder auf natürlichen Untergründen in der Natur wie im Sand, auf einer Wiese oder dem Waldboden in Deiner Nähe. Auf härteren, unnatürlichen Untergründen wie Asphalt sollte man etwas vorsichtiger sein und die Füße langsam daran gewöhnen. Probiere es einfach mal aus!
Eine andere Möglichkeit den Füßen und somit dem ganzen Körper etwas Gutes zu tun, ist Fußgymnastik.
Dazu kannst Du den Fuß über einen festen Ball, zum Beispiel einen Tennisball, rollen lassen. Vom Großzehengelenk an der Innenseite des Fußes entlang bis zur Ferse und wieder zurück. Das lässt sich prima unter dem Schreibtisch machen, wenn man einfach mal kurz aus den Schuhen schlüpft. Oder Du krallst die Zehen zusammen und entspannst sie danach wieder. Das kannst Du sogar in den Schuhen machen. Dabei wird die gesamte Fußmuskulatur gestärkt. Auch wenn Dir diese Übungen zunächst vielleicht ungewohnt vorkommen, so können Deine Füße dennoch von ihnen profitieren.
Wenn Du es etwas anspruchsvoller magst, dann ist für einen aktiven Feierabend vielleicht das
Balancieren auf einer sogenannten Slackline etwas für Dich. Du hast es bestimmt schon mal gesehen, wie
Menschen auf einem Gurt, der zwischen zwei Bäumen gespannt ist, zu balancieren versuchen. Diese Sportart ist in den letzten Jahren immer mehr zum Trend geworden und kann die Fußmuskulatur sowie den Gleichgewichtssinn super trainieren.
Für den Einstieg in einen erholsamen Feierabend kannst Du Deinen Füßen auch regelmäßig ein warmes Fußbad gönnen. Das wirkt entspannend und fördert die Durchblutung. Eine einfache, milde Seife als Zusatz reicht dabei völlig aus. Anschließend sollten die Füße eingecremt werden, damit sie nicht trocken oder sogar rissig werden. Dazu eignet sich eine Bodylotion oder eine andere fetthaltige Creme. Was nehmen wir also mit? Unsere Füße bilden die Basis unseres Körpers und tragen jeden Tag seine gesamte Last – auch und gerade im Arbeitsalltag. Damit sie dabei gesund bleiben, sollten wir ihnen genügend Beachtung schenken. Ich hoffe, dass ich Dich motivieren konnte jetzt in der wärmeren Jahreszeit auf die ein oder andere Art etwas für Deine Fußgesundheit zu tun.
Das war Gesund hoch 12 – Dein Podcast fürs ganze Jahr